Crystal Meth verursacht Fibrosen im Herzen

Autor: Kathrin Strobel

Crystal Meth sorgt für eine erhöhte Ansammlung von Kollagen im Herzen. © iStock/Sergii_Trofymchuk

Methamphetamin bewirkt im Herzen eine Fibrosierung des Gewebes. Das könnte erklären, warum bei Konsumenten Kardiomegalie und Herzinsuffizienz gehäuft auftreten.

Abhängige weisen im Vergleich zu Personen, die „Meth“ noch nie konsumiert haben, deutlich mehr Kollagen im Herzgewebe auf. Zu diesen Ergebnissen kommen Wissenschaftler nach der Herz-Obduktion von 32 Methamphetaminkonsumenten. Die Befunde hatten sie mit denen von fünf Nichtkonsumenten ver­glichen. Sie fanden das Eiweiß in großen Mengen im Bereich der Blutgefäße sowie zwischen den Herzmuskelzellen.

Die Ergebnisse ließen sich im Mausmodell reproduzieren. Auch bei den Nagern führte eine Meth-Gabe über vier Wochen zu Herzfibrose und -hypertrophie. Durch die Droge wird zudem die Funktionsfähigkeit der Mitochondrien beeinträchtigt.

* Basic Cardiovascular Sciences

Quelle: BCVS* Scientific Sessions 2019