Kalorienreduktion schützt auch schlanke Herzen

Autor: Elisa Sophia Breuer

Hier und da ein paar Kalorien weniger zu sich zu nehmen wirkt sich positiv auf die Herzgesundheit aus. © iStock/george tsartsianidis

Wer als Normalgewichtiger über Jahre hinweg deutlich weniger isst, schützt sich womöglich vor kardiovaskulären und metabolischen Erkrankungen.

Gesunde Menschen mit Normalgewicht, die täglich auf 300 kcal verzichten, reduzieren ihr kardio­metabolisches Risiko, schrei­ben die Autoren um den Kardiologen Professor Dr. William­ E. Kraus­ von der Duke University School of Medicine, Durham. Die 218 untersuchten Personen der Studie waren zwischen 21 und 50 Jahre alt. Ihr BMI lag zwischen 22 und 27,9 kg/m2.

Zwei Jahre aß die eine Hälfte der Probanden weiter wie gewohnt. Die andere war angewiesen, die Kalorienzufuhr um ein Viertel zu senken, wobei sie in den ersten sechs Monaten mit Gruppen- und Einzelsitzungen unterstützt wurden. Diese Teilnehmer schafften es, im Schnitt 12 % weniger Kalorien aufzunehmen. Dadurch senkten sich u.a. die Spiegel des C-reaktiven Proteins und anderer Entzündungsmarker, die mit Herz­erkrankungen, Krebs und kognitivem Abbau einhergehen, merklich. Auch Cholesterinwerte, Blutdruck und Insulinsensitivität besserten sich.

Quelle: Kraus WE et al. Lancet Diabetes Endocrinol 2019; online first