Neugeborenen-Screening: GOP wird höher bewertet

Abrechnung und ärztliche Vergütung , Kassenabrechnung Autor: Isabel Aulehla

Das Neugeborenen-Screening umfasst nun die Früherkennung von 14 Krankheiten. © Alena Ozerova – stock.adobe.com

Beim Screening von Neugeborenen kann seit Juli auch die Laboruntersuchung auf SCID abgerechnet werden. Für die entsprechende GOP gibt es daher mehr Geld.

Seit dem 1. Juli umfasst das Neugeborenen-Screening nach GOP 01724 des EBM auch den labordiagnostischen Test auf „schwere kombinierte Immundefekte“ (Severe-Combined-Immunodeficiency, SCID). Aufgrund des gestiegenen Untersuchungsumfangs wurde die Bewertung der GOP um 74 Punkte auf 221 Punkte (23,95 Euro) erhöht.

Der Begriff „SCID“ ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Krankheiten, die auf eine schwere angeborene Störung des Immunsystems zurückgehen. Unbehandelt führen diese Immundefekte häufig zum Tod. Die Nutzenbewertung des SCID-Screenings hatte gezeigt, dass die frühe Erkennung der Störungen die Sterblichkeit senken kann. Das Neugeborenen-Screening umfasst nach der Erweiterung die Früherkennung von 14 Krankheiten.