Bei Leberfibrose droht Herzinsuffizienz Kausalität anhand nichtinvasiver Tests geklärt

Autor: Dr. Sabine Debertshäuser

Es gibt einen Zusammenhang zwischen nichtinvasiv diagnostizierter Leberfibrose und dem Risiko für die Entwicklung einer Herzinsuffizienz. Es gibt einen Zusammenhang zwischen nichtinvasiv diagnostizierter Leberfibrose und dem Risiko für die Entwicklung einer Herzinsuffizienz. © Crystal light - stock.adobe.com

Eine Studie hat gezeigt, dass nichtinvasiv diagnostizierte Leberfibrose das Risiko für Herzinsuffizienz signifikant erhöht. Basierend auf Daten von knapp 20.000 Erwachsenen wurde ein deutlicher Zusammenhang ermittelt. Die Ergebnisse stützen sich auf drei etablierte Diagnostikverfahren.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen nichtinvasiv diagnostizierter Leberfibrose und dem Risiko für die Entwicklung einer Herzinsuffizienz. So lautet das Ergebnis einer Studie, die auf Daten des US-amerikanischen National Health and Nutrition Examination Survey beruht.

Ein Forschungsteam aus China analysierte die entsprechenden Informationen zu 19.695 Erwachsenen aus den Jahren 2011 bis 2018. Die Prävalenz des Risikos einer fortgeschrittenen Leberfibrose wurde anhand von folgenden drei nichtinvasiven diagnostischen Verfahren bewertet: Fibrose-4-Score (FIB-4), Fibrose-Score für nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen (NFS) und AST*/Thrombozyten-Ratio-Index (APRI). Die landesweite Prävalenz für Leberfibrose in den Vereinigten Staaten betrug demnach 4,20 %, 8,06 % bzw. 0,35 %. Sie wurde jeweils ermittelt anhand der FIB-4-, NFS- und APRI-Marker.

Drei Marker lieferten klare Ergebnisse

Die daraufhin durchgeführte logistische Regressionsanalyse ergab signifikante Zusammenhänge zwischen dem Risiko einer fortgeschrittenen Leberfibrose und der Prävalenz einer Herzinsuffizienz: Die Odds Ratio basierend auf dem FIB-4-Marker betrug 1,15, für den NFS 1,42 und für den APRI 1,44.

* Aspartat-Aminotransferase

Quelle: Liu X et al. J Am Heart Assoc 2024; 13: e035371; doi: 10.1161/JAHA.123.035371