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Unter Metformintherapie regelmäßig die Vitamin-B12-Spiegel überprüfen

Einer Meta-Analyse zufolge habe Patienten mit Typ-2-Diabetes, die eine tägliche Dosis von mehr als 2.000 mg Metformin einnehmen, ein dreifach höheres Risiko für einen Vitamin-B12-Mangel als Patienten ohne Metformin-Einnahme. Bis zu 30 Prozent der Patienten unter Metformin-Medikation sind von einem Mangel betroffen. Auch von offizieller Seite wird daher zunehmend auf das Risiko eines Vitamin-B12-Mangels bei Metformin-Einnahme hingewiesen: Erst kürzlich informierten die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und die britische Arzneimittelbehörde dazu. Sie empfehlen, bei Metformin-Medikation den Vitamin-B12-Blutspiegel regelmäßig zu überprüfen. Auch Fachgesellschaften wie die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und die Amerikanische Diabetes Gesellschaft (ADA) sprechen diese Empfehlung in ihren Leitlinien aus und weisen zur Behandlung auf eine Supplementation hin.
Hochdosierte orale Vitamin-B12-Substitution wirksam
Für die Therapie empfehlen Experten in einer aktuellen Publikation der Amerikanischen Diabetes Gesellschaft die orale Gabe von 1.000 μg Vitamin B12 pro Tag. Abhängig von den Ursachen kann die Behandlung ein Leben lang erforderlich sein. In Studien hat sich die orale Hochdosistherapie als wirksam erwiesen – selbst bei Resorptionsstörungen, etwa durch Metformin-Einnahme. Bei hoher oraler Dosierung von 1.000 μg Vitamin B12 (z. B. enthalten in B12 Ankermann®) kann eine ausreichende Menge an Vitamin B12 passiv, also über Diffusion, unabhängig vom Intrinsic Factor absorbiert und der Mangel ausgeglichen werden.
Eine doppelblinde placebokontrollierte Studie bestätigte die klinische Wirksamkeit der oralen Hochdosistherapie bei Patienten mit Typ-2-Diabetes unter Metformin-Medikation, die unter Neuropathien litten: Nicht nur die Vitamin-B12-Blutwerte normalisierten sich durch orale Gabe von 1.000 μg Vitamin B12 pro Tag. Auch die Neuropathie und die Lebensqualität der Patienten besserten sich. Die hoch dosierte orale Einnahme gilt als sichere und von Patienten präferierte Maßnahme, einen Vitamin-B12-Mangel zu behandeln. Einer Studie zufolge bevorzugten mehr als 83 Prozent der Patienten die orale Therapie.
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