
Mit Hörgerät gegen Parkinson Frühe Tests als Schlüssel zur Prävention

Mehr dazu und ob ein Hörgerät vor Parkinson schützt, prüften Forschende um Prof. Dr. Lee Neilson von der Oregon Health & Science University in Portland anhand der Gesundheitsdaten von knapp 3,6 Millionen Veteraninnen und Veteranen, bei denen zwischen 1999 und 2022 ein Audiogramm durchgeführt worden war.
Anstieg der Inzidenz zehn Jahre nach auffälligem Hörtest
Nach zehn Jahren traten bei denjenigen mit leichter Hörminderung im Vergleich zu Normalhörenden 6,1 zusätzliche Parkinsonerkrankungen pro 10.000 Personen auf. Bei moderat Schwerhörigen waren es 15,8 und bei moderatem bis starkem Hörverlust 16,2 zusätzliche Fälle. Unter den stark bis schwer Hörgeschädigten ermittelten die Forschenden 12,1 zusätzliche Erkrankungen pro 10.000 Personen.
Betroffene, die innerhalb von zwei Jahren nach dem ersten Test eine Hörhilfe nutzten, erkrankten binnen zehn Jahren deutlich seltener an Parkinson als Personen ohne Hörgerät (-21,6 Fälle/10.000). Zwar müssten die genauen Zusammenhänge noch geprüft werden, schreibt das Autorenteam. Hörscreenings ließen sich aber als kostengünstige und risikoarme Maßnahme schon jetzt in die Primärversorgung integrieren.
Quelle: Neilson LE et al. JAMA Neurol 2024; 81: 1295-1303; DOI: 10.1001/jamaneurol.2024.3568