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Steroide bei COPD Nicht alle Patienten profitieren gleichermaßen

Der Vorteil zeigt sich insbesondere unter einer Dreifachkombination, berichtet eine Gruppe um Dr. Hong Chen vom Chengdu Second People’s Hospital. Darunter gehe das Mortalitätsrisiko um 27 % zurück. Einbezogen in ihre Metaanalyse hatte sie 60 randomisierte kontrollierte Studien mit zusammen mehr als 100.000 Teilnehmern.
Verglichen wurden COPD-Patienten mit und ohne steroidale Therapiekomponente. In einer Subgruppenanalyse verringerte eine Behandlung mit inhalativen Kortikosteroiden über mehr als sechs Monate das Risiko für die Gesamtmortalität um 10 %. Für eine mittlere Dosis ließ sich eine Reduktion um 29 % zeigen, für eine niedrige eine von 12 %. Speziell unter Budesonid ging die Sterblichkeit um 25 % zurück.
Ausgeprägter Nutzen in den schwereren Stadien
Vom Steroid profitierten vor allem Patienten mit hoher Eosinophilenzahl (≥ 200/µl) und Menschen, die in den zwölf Monaten zuvor mindestens zwei mittelschwere bis schwere Exazerbationen erlitten hatten. Auch Personen im GOLD*-Stadium III oder IV hatten einen besonderen Nutzen, ebenso Patienten im Alter unter 65 Jahren und Betroffene mit einem BMI ≥ 25 kg/m2.
* Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease
Quelle: Chen H et al. Chest 2023; 163: 100-114; DOI: 10.1016/j.chest.2022.07.015