Rotes-Ohr-Syndrom entlarvt die Migräne

Manuela Arand

Hat ein Kind kein „Rotes-Ohr-Syndrom“, schließt das die Migräne nicht aus. Hat ein Kind kein „Rotes-Ohr-Syndrom“, schließt das die Migräne nicht aus. © iStock/Myvector

Klagt ein Kind immer wieder über Kopfschmerzen, sollte man die Eltern unbedingt nach Sym­ptomen des „Roten-Ohr-Syndroms“ fragen.

Diese Kombination von rezidivierender einseitiger Ohrrötung und Kopfschmerz spricht mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich um eine Migräne handelt.

In einer Studie wurden 226 Kinder mit primären Kopfschmerzen untersucht, 172  von ihnen litten an einer neurologisch verifizierten Migräne. 23 % der Kinder mit Migräne hatten ein „Rotes-Ohr-Syndrom“ – aber nur 4 % der übrigen Kinder. Die Studienautoren errechnen daraus einen positiven prädiktiven Wert von 95 % und eine Spezifität von 96 %.

Hat ein Kind kein „Rotes-Ohr-Syndrom“, schließt das die Migräne nicht aus, schreiben die Autoren in der Fachzeitschrift „Cephalalgia“.

Quelle: Raieli V et al., Cephalalgia 2010; online first

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Hat ein Kind kein „Rotes-Ohr-Syndrom“, schließt das die Migräne nicht aus. Hat ein Kind kein „Rotes-Ohr-Syndrom“, schließt das die Migräne nicht aus. © iStock/Myvector