
Trainierte Krebskranke leben länger Mortalitätsrate aktiv durch Muskelaufbau senken

Dieser Frage ist ein Forscherteam um Francesco Bettariga von der Edith Cowan University im australischen Joondalup im Rahmen einer Metaanalyse nachgegangen.
In die Auswertung eingeschlossen waren 42 Studien mit fast 47.000 Patientinnen und Patienten (medianes Alter 64 Jahre). Im Vergleich zu Personen mit geringer Muskelkraft hatten gut trainierte Krebskranke insgesamt ein um 31 % reduziertes Mortalitätsrisiko (Hazard Ratio, HR, 0,69). Dieses sank mit jeder Einheit mehr an Muskelkraft um 11 %. Ein hohes kardiorespiratorisches Fitnessniveau reduzierte die Gesamtmortalität noch deutlicher, nämlich um 46 % (HR 0,54).
Die Zusammenhänge galten vor allem für Patientinnen und Patienten in fortgeschrittenen Krebsstadien sowie für diejenigen mit Bronchialkarzinom oder gastrointestinalen Tumoren. Eine Steigerung der kardiorespiratorischen Fitness war mit einem signifikanten Rückgang der krebsbedingten Todesfälle um 18 % assoziiert. Belastbare Studiendaten zu malignomspezifischen Sterblichkeitsraten fehlten.
Im Patientenkontakt die Fitness einschätzen
Körperliche Fitness ist ein bedeutender Prädiktor für die Mortalität bei Krebs, schreibt das Autorenteam. Diese Erkenntnis unterstreiche die Notwendigkeit, Tumorpatientinnen und -patienten in der klinischen Praxis entsprechend zu begutachten. Denn so könne man ihnen individuelle Trainingspläne zum Konditionsaufbau erstellen und letztlich die Sterblichkeit reduzieren.
Quelle: Bettariga F et al. Br J Sports Med 2025; DOI: 10.1136/bjsports-2024-108671