Konnektorupdate für die ersten medizinischen Anwendungen der Telematikinfrastruktur

Praxismanagement , Praxis-IT Autor: Michael Reischmann

Das Update bereitet die Systeme unter anderem auf den elektronischen Medikationsplan und das Notfalldatenmanagement vor. © iStock/everythingpossible

Damit die Praxen den elektronischen Medikationsplan und das Notfalldatenmanagement nutzen können, soll es im vierten Quartal 2019 ein Update des TI-Konnektors geben.

Die CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) hat ihren „eHealth-Konnektor“ zur Zulassung bei der gematik eingereicht. Praxen, die bereits mit einem CGM-Konnektor an die Telematikinfrastruktur (TI) angebunden sind, erhalten ein Update. Ein Hardewareaustausch sei nicht nötig, teilt das Unternehmen mit. Damit würden erstmalig Notfalldatenmanagement (NFDM), elektronischer Medikationsplan (eMP) und die qualifizierte elektronische Signatur möglich.

Ärzte, die ihre Praxis-IT auf den eMP und/oder das NFDM umstellen – die Leistungen sind bereits in den EBM aufgenommen worden – benötigen dafür weitere Kartenterminals, informiert die KBV. Für deren Anschaffung werden ab Oktober von den Krankenkassen 535 Euro pro Gerät gezahlt, 100 Euro mehr als bisher. Die Anzahl der Terminals hängt von der Zahl der Betriebsstättenfälle ab. Für den Aufwand der Praxen bei der Einführung des eMP und NFDM gibt es – vom 1.10.2019 bis zum 30.9.2020 – eine neue Zusatzpauschale von 60 Euro je Gerät.

Pauschale für Konnektor wird erst 2020 abgesenkt

Die Pauschale für die erforderlichen Updates von Konnektor und Praxisverwaltungssystem beträgt 530 Euro, der Zuschlag zur Betriebskostenpauschale 4,50 Euro, schreibt die KBV auf ihrer Homepage.

Praxen, die den TI-Anschluss erst bis Ende 2019 schaffen, wird der Konnektorkauf mit 1547 Euro erstattet, ab 2020 erfolgt eine Absenkung auf 1014 Euro. KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel glaubt, dass bis Jahresende alle Praxen an die TI angeschlossen sind.

Medical-Tribune-Bericht